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Einblick in ein Herzensprojekt in Tansania

Einblick in ein Herzensprojekt in Tansania

Einblick in ein Herzensprojekt in Tansania

Als Augenoptikerin weiss man, wie wichtig gutes Sehen im Alltag ist – doch erst vor Ort wird einem wirklich bewusst, welchen Unterschied eine Brille im Leben eines Menschen machen kann.

Im Rahmen eines Hilfsprojekts reiste Fiona Iseli von L+Z Optik nach Tansania, um das Kinderhilfswerk Tuwapende Watoto in Dar es Salaam zu unterstützen. Der Kontakt zum Projekt bestand bereits seit ihrer Schulzeit. Zum persönlichen Einsatz kam es jedoch erst, als das Geschäft, in dem sie arbeitet, gezielt nach einem Projekt suchte, bei dem gesammelte Brillen sinnvoll weitergegeben werden können – und bei dem klar ist, was damit tatsächlich vor Ort passiert. Der Wunsch, genau diese Wirkung direkt mitzuerleben, führte schliesslich zum Engagement in Tansania.

Die Bedingungen vor Ort waren einfach: Es gab kaum Equipment und vieles musste improvisiert werden. Deshalb entwickelte Fiona kurzerhand eine eigene, einfache „Refraktionsleiste“, mit der Sehtests auch ohne technische Geräte möglich waren.

Der Alltag vor Ort war intensiv: Bereits früh am Morgen startete der Tag, danach ging es direkt in die Schule. Dort wurden Sehtests durchgeführt – oft im Akkord, wenn viele Kinder gleichzeitig warteten. Insgesamt konnten über 270 Sehtests bei Schulkindern, Lernenden und Mitarbeitenden durchgeführt werden. Für viele war es das erste Mal, dass ihre Augen überhaupt überprüft wurden.

Dank mitgebrachter Spenden – rund 250 Brillen und Fassungen – konnten über 100 Brillen direkt an Menschen abgegeben werden, die dringend darauf angewiesen waren. Besonders eindrücklich waren Fälle mit hohen Korrekturen, bei denen selbst eine einfache Lösung den Alltag massiv erleichtert.

Wichtig war dabei auch, die lokalen Strukturen zu respektieren. Statt vollständiger Lösungen aus der Schweiz stand die Unterstützung vor Ort im Fokus. Fassungen sind in Tansania teuer, während Gläser oft verfügbar sind – ein Ansatz, der gezielt hilft, ohne bestehende Strukturen zu verdrängen.

Ein besonderer Fortschritt gelang auch im Bereich Reparaturen: Der Hausabwart, der zuvor Brillen mit einem „Steinli“ reparierte, kann nun mit professionellem Werkzeug arbeiten. Dieses durfte Fiona von Beck Optikhandel vor Ort spenden – als gezielte Unterstützung für das Projekt. So kann er Brillen nun mit richtigem Werkzeug reparieren, was natürlich ein grosser Fortschritt ist.

Neben der praktischen Arbeit blieb vor allem eines: die Dankbarkeit der Menschen. „Eye doctor“ wurde Fiona oft genannt – auch wenn sie diesen Titel jeweils korrigieren musste. Die vielen Begegnungen, die Offenheit und die Freude über kleine Verbesserungen machen diese Erfahrung zu etwas ganz Besonderem.

Auch in Zukunft ist eine weitere Unterstützung geplant – sei es vor Ort oder aus der Ferne per Videocall. Klar ist: Dieses Projekt wirkt langfristig und zeigt, wie viel schon mit einfachen Mitteln erreicht werden kann.